Menschen kommen nach Istrien in Erwartung von Sand und finden weiße Steine. Es lohnt sich, das vor der Buchung zu wissen, statt um vier Uhr am ersten Nachmittag, denn es ändert, was du packst und welchen Strand du wählst.
Warum es keinen Sand gibt
Die istrische Küste ist Kalkstein. Sand entsteht, wenn Flüsse über lange Strecken Gestein abschleifen und es an der Küste ablagern; Istrien hat kurze Flüsse und hartes, lösliches Gestein, deshalb erreichen die Küste Kiesel und Platten.
Der Vorteil ist der Grund, warum Menschen immer wieder kommen: Kein Sand bedeutet keine schwebenden Sedimente, und keine Sedimente bedeuten Wasser, durch das man vier Meter weit den Grund sehen kann. Beides zusammen geht nicht.

Drei Arten von Strand, und sie sind nicht gleich
Feiner Kies ist das Gute — Steine in Fingernagel-Größe, bequem genug zum Liegen mit einem Handtuch, leicht zu begehen. Die organisierten Strände an den großen Resorts sind meist aus diesem Material, weil er oft importiert und aufgefüllt wurde.
Grober Kies bedeutet Steine in Ei-Größe. Barfuß darauf zu laufen ist wirklich unangenehm und zum Liegen braucht man eine Matte statt eines Handtuchs.
Felsenplatte ist genau das: flache Kalksteinplatten mit Leitern ins tiefe Wasser. Hervorragend zum Schwimmen, überhaupt nicht für Kleinkinder geeignet, und rutschig wo Algen an der Wasserlinie wachsen.
Drei Dinge zum Mitnehmen
Wasserschuhe für alle. Das ist der eine Gegenstand, der einen Urlaub hier verändert. Seeigel leben auf felsigem Untergrund und ihre Stachel brechen in deinem Fuß ab; die Steine sind scharf wo sie nicht abgerundet sind; und der Weg vom Handtuch ins Wasser ist oft der unangenehme Teil des Tages ohne sie.
Eine Matte oder ein dickes Handtuch — ein Strandtuch auf grobem Kies ist keine Polsterung, es ist eine dünne Schicht zwischen dir und Kies.
Und etwas für Schatten, wenn du in eine wilde Bucht gehst. Die organisierten Strände haben Sonnenschirme zum Mieten; die Buchten, die einen Spaziergang wert sind, haben überhaupt nichts.

Wo Sie wohnen können
Apartment Gordana
Mit kleinen Kindern
Suche nach Stränden, wo das Plateau allmählich abfällt statt steil. Das variiert enorm von Bucht zu Bucht entlang der gleichen Küstenstrecke — in einer bist du nach vier Schritten außer deiner Tiefe, in der nächsten kannst du lange waten.
Aufblasbare Schwimmflügel plus Wasserschuhe plus ein schattiger Platz ist die praktische Kombination. Und gehe früh: die kinderfreundlichen Buchten sind die, die auch alle anderen gefunden haben, und um halb elf im August ist der gute Schatten weg.
Über Seeigel
Sie sind auf felsigem Untergrund und um Hafenmauern herum verbreitet, und sie sind nicht aggressiv — dir tut es nur weh, wenn du auf einen trittst. Wasserschuhe lösen das Problem. Wenn ein Stachel doch abbricht, ist es schmerzhaft aber nicht gefährlich, und eine Apotheke sagt dir, was zu tun ist.


